Deprecated: Function create_function() is deprecated in /customers/d/c/f/dominikschauer.com/httpd.www/wp-includes/pomo/translations.php on line 208 OECD – The Metropolitan Century – Dominik Schauer

OECD – The Metropolitan Century

Seit einiger Zeit folge ich auf Facebook der Seite “OECD Statistik des Tages“. Dort wird täglich eine neue Visualisierung einer der zahlreichen OECD-Statistiken veröffentlicht. Heute war es dieser Beitrag.

OECD Urbanisierung Statistik

 

Zunächst hat mich natürlich interessiert, wie Deutschland in dem Ranking abschneidet. Zu sehen ist, dass von den 29 gelisteten Ländern Deutschland (38,8%) im Jahr 2012 an 15. Stelle steht, also ganz genau in der Mitte. Der OECD-Schnitt (48,6%) liegt jedoch weit höher. Das ist damit zu erklären, dass die OECD-Mitgliedstaaten mit einem überdurchschnittlichen Urbanisierungsgrad gleichzeitig zu den einwohnerstärksten gehören (zum Vergleich: USA 317 Mio., Japan 128 Mio., Mexiko, 120 Mio., Deutschland 80. Mio).

Dies gilt allerdings nur bei der Betrachtung von Ballungsräumen mit mehr 500,000 Einwohnern. Betrachtet man hingegen Städte ab einer Einwohnerzahl von 50,000 verändert sich das Bild. Bei dieser Sortierung würde Deutschland (Urbanisierung 63,7%) an 12. Stelle liegen; knapp vor Mexiko (62,0%), knapp hinter Frankreich (65,3%) und somit immer noch hinter dem entsprechenden OECD-Schnitt (66,9%).

Nach der Grafik habe ich mir die zugehörige Studie namens The Metropolitan Century – Understanding Urbanisation and its Consequences etwas genauer angesehen. Besonders interessiert hat mich die Frage, ob große Städte einen überwiegend positiven oder negativen Einfluss auf ihr Land haben (S.96-110). Hier sind einige der interessanteren Ergebnisse der Studie:

  • In der OECD gibt es 1179 Städte mit 50,000 oder mehr Einwohnern.
  • In der OECD gibt es 275 Städte mit 500,000 oder mehr Einwohnern.
  • Die 48,6% der OECD-Bevölkerung in Ballungsgebieten erbringt 55% der Wirtschaftsleistung.
  • Die 48,6% der städtischen Ballungsräumen trug zwischen 2000 und 2010 genau 50% zum gesamten Wirtschaftswachstum in der OECD bei. [Eigene Bemerkung: Dabei ist zu beachten, dass zwischen 2000 und 2010 der Anteil der städtischen Bevölkerung in der OECD gestiegen ist. Die Aussage ist also ungenau und es ist davon auszugehen, dass der Anteil am Wirtschaftswachstum 2010 höher war als im Jahr 2000. ]
  • Nicht nur die Größe von Städten ist für den Wohlstand eines Landes von Bedeutung sondern auch ihre räumliche Verteilung. So erzielen polyzentrische Länder (z.B. USA, Deutschland, Spanien) im Schnitt ein höheres BIP pro Einwohner als Länder mit einer einzigen großen Stadt (z.B. Chile, Ungarn, Irland). Als Grund genannt wird, dass durch den Polyzentrismus größere Teile des Landes durch die Nähe zu einer großen Stadt profitieren (z.B. Wismar zu Hamburg, Landshut zu München).
  • Das Wirtschaftswachstum pro Jahr pro Einwohner liegt innerhalb der OECD in Ballungsgebieten ca. 0,2% höher als im Landesdurchschnitt. Zusätzlich wirkt sich Nähe zu einem Ballungsraum messbar positiv auf das Wirtschaftswachstum einer Region aus.economic growth proximity to large cities
  • Das selbe gilt auch für das Bevölkerungswachstum einer Region.population growth in rural areas
  • Mit steigender Bevölkerungsdichte fallen die durch Transport entstehenden CO2-Emissionen pro Einwohner.co2 emissionen population density

 

Damit möchte ich diesen Beitrag abschließen. Wer den kompletten Report lesen möchte ohne ihn herunterladen zu müssen kann dies hier tun.

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